Wasserführende Armaturen und Geräte

Unter wasserführenden Armaturen versteht man im Feuerwehrbereich Hilfsmittel, mit denen Wasser in Kombination mit Schläuchen ideal für den Brandeinsatz genützt werden. Das bekannteste ist sicher das Mehrzweckstahlrohr, welches als Endstück am Drucklauch befestigt seit jeher zu den wichtigsten Gerätschaften in der Brandbekämpfung zählt.
Im Laufe der Jahre wurden viele verschiedene Hilfsmittel zur Brandbekämpfung entwickelt und so zählen heute unzählige Armaturen zur Standartausrüstung der Feuerwehren.

Armaturen Gesamt Nummer

Nr.1

Mittelschaumrohr

Nr.11

Hydroschild

Nr.2

Schaummittel - Zumischer

Nr.12

Faltdruckschlauch HD

Nr.3

Schwerschaumrohr

Nr.13

Standrohr für Unterflurhydrant

Nr.4

Hohlstrahlrohr "B"

Nr.14

Verteiler

Nr.5

Hohlstrahlrohr "C"

Nr.15

Sammelstück

Nr.6

Stützkrümmer

Nr.16

Druckschläuche "C & B"

Nr.7

Hochdruck (HD) Strahlrohr

Nr.17

Hydranten & Kupplungsschlüssel

Nr.8

Kübelspritze

Nr.18

Saugschlauch "A"

Nr.9

Kupplung Übergangsstücke C/B

Nr.19

Saugkopf "A"

Nr.10

Mehrzweckstrahlrohre "C"

1.         Mittelschaumrohr

Dieses Rohr wurde für die Herstellung von Löschschaum entwickelt. Löschschaum besteht vor allem aus drei Bestandteilen: Wasser, Luft sowie Schaummittel und kann von der Feuerwehr direkt im Einsatzgebiet hergestellt werden. Schaum wird vor allem als Ergänzung für das Löschmittel Wasser für die Brandklassen "A" (Feststoffe) und Brandklasse "B" (Flüssigkeiten) verwendet. Zusätzlich zum Schaumrohr benötigt man einen Zumischer (Nr.2) und Schaummittel, bzw. Wasser über eine entsprechende Leitung.

2.         Schaummittel - Zumischer

Der Zumischer saugt über das "Venturi-Prinzip" Schaummittel aus einen Kanister und vermischt es mit dem Wasser im wasserführenden Schlauch. Beim Austritt über das Schaumrohr wird dieses Gemisch mit Luft versetz und so entsteht je nach Art des Schaumrohres Löschschaum.

3.         Schwerschaumrohr

Dieses erzeugt wie das Mittelschaumrohr zusammen mit anderen Komponenten Löschschaum. Die Feuerwehr unterscheidet grob unter drei Schaumarten, die vom Mischungsverhältnis zwischen Schaummittel und Wasser abhängen. Schwerschaum enthält im Verhältnis am meisten Wasser, was sich vor allem positiv auf die Wurfweite auswirkt. Schaum hat bei der Brandbekämpfung den Vorteil dass es kühlend und trennend wirkt.

4.         Hohlstrahlrohr "B"

Hohlstahlrohre sind erst seit 2008 bei der Feuerwehr Lans im Einsatz. Im Gegensatz zum herkömmlichen Merzweckstrahlrohr kann vom Bediener am Strahlrohr nicht nur zwischen Vollstrahl und Sprühstrahl reguliert werden, sondern es lässt sich auch die Wassermenge an das Einsatzgeschehen anpassen. Dieses Hohlstrahlrohr ist für den Einsatz an einem "B" Druckschlauch vorgesehen.

5.         Hohlstrahlrohr "C"

Dieses Hohlstrahlrohr ist für den Einsatz an einem "C" Druckschlauch vorgesehen und wird daher vorwiegend für den Innenangriff verwendet.

6.         Stützkrümmer

Der Stützkrümmer hat die Aufgabe, das Halten eines "B" Mehrzweckstrahlrohres im Einsatz zu erleichtern. Sind im Normalbetrieb vier Einsatzkräfte für ein im Einsatz befindliches "B" Strahlrohr vorgesehen, so kann dies mit dem Stützkrümmer auf zwei Einsatzkräften minimiert werden. Der Stützkrümmer wird direkt vor dem Merzweckstrahlrohr an einen "B" Druckschlauch montiert und verhindert das natürliche Geradedrücken des Druckschlauches durch den Wasserdruck.

7.         Hochdruck (HD) Strahlrohr

Bei der Feuerwehr Lans gilt der Hochdruckschlauch seit 1998 als das wichtigste Löschhilfsmittel für den Innenangriff. Durch seine schnelle Einsatzbereitschaft (Schlauchhaspel) und dem geringen Gewicht wird er standardmäßig im Einsatz verwendet. Am Griff des Stahlrohres kann der Strahl stufenlos verstellt werden.

8.         Kübelspritze

Die Kübelspritze gehört zu den Kleinlöschgeräten, deren Aufgabe auf Kleinbrände und eventuelle Nachlöscharbeiten beschränkt ist. Das Wasser im Wassertank wir durch eine Kolbenpumpe mittels Muskelkraft über einen Schlauch in Einsatz gebracht.

9.         Kupplung Übergangsstücke C/B

Um Übergänge von diversen Größen bei Armaturen und Schläuchen zu ermöglichen, werden solche Übergangsstücke in diversen Größen verwendet.

10.       Mehrzweckstrahlrohre "C"

Merzweckstrahlrohre sind wohl die bekanntesten Armaturen im Feuerwehrdienst. Konnte der Vorgänger des Merzweckstrahlrohres, das sogenannte Rundstrahlrohr, nur für "Wasser Marsch" und "Wasser halt" eingesetzt werden, so verfügt das Mehrzweckstrahlrohr zusätzlich über die Funktion "Sprühstrahl".

11.       Hydroschild

Das Hydroschild wurde der Feuerwehr Lans von der "Tischlerei Johann Koch" spendiert. Diese Armatur kann ohne dauerhafte Besetzung einer Einsatzkraft eine mehrere Meter hohe Wasserwand errichten. Die Aufgabe liegt vor allem beim Schutz von gefährdeten Objekten.

12.       Faltdruckschlauch HD

Der PVC Hochdruckschlauch am TLFA kann mit diesen Schläuchen verlängert werden. Bei Innenangriffen in Hotels bzw. öffentlichen Gebäuden muss vor dem Betreten des ATS-Trupps im Einsatzobjekt für genügend Schlauchreserven gesorgt werden, um den Einsatzkräften größtmöglichen Schutz zu bieten. Über einen zweiten Ausgang am TLFA ist eine zweite Leitung bei Bedarf möglich.

13.       Standrohr für Unterflurhydrant

In einer Gemeinde wie Lans sind Unterflur-Hydranten eher selten, es werden meistens Überflurhydranten verwendet. Trotzdem gibt es auch Anschlüsse für Unterflurhydranten in unserem Gemeindegebiet. Diese mobilen Hydranten werden in den dafür vorgesehenen Hydrantenfuß eingehängt und anschließend durch das Öffnen eines angrenzenden Schiebers von unten mit Wasser gefüllt. Am Kopf des Hydranten befinden sich zwei "C" Anschlüsse für den Löscheinsatz.

14.       Verteiler

Der Verteiler hat die wichtige Aufgabe, Wasser von zufördernden Druckschläuchen an weitere Druckschläuche zu verteilen bzw. das Weiterleiten zu unterbrechen.

15.          Sammelstück

Das Sammelstück wird benötigt, wenn man größere Armaturen (wie Wasserwerfer) oder Tankwägen (beim Füllen) durch zwei "B" Leitungen speisen muss. Zwei "B" Leitungen werden kurzerhand zu einem "A" Ausgang zusammengeführt.

16.          Druckschläuche "C & B"

Die Druckschläuche sind für den Feuerwehrdienst genormt. Die häufigsten sind sicher jene mit der Bezeichnung "B" und "C". Die Feuerwehr Lans fährt mit den Normmaßen von 75mm Durchmesser bei den Druckschläuchen "B", die eine Länge von 20m pro Schlauch aufweisen sowie mit einem Durchmesser von 52mm und einer Länge von 15m bei den Druckschläuchen "C". Andere Feuerwehren versuchen sich dabei schon mit "C" Schläuchen mit einem Durchmesser von 42mm vor allem für den Innenangriff.

17.          Hydranten & Kupplungsschlüssel

Wie der Name schon sagt sind diese zwei Schlüsselarten für das Öffnen und Schließen von Hydranten bzw. von Schlauchkupplungen notwendig. Vor allem das korrekte Schließen von Schlauchkupplungen ist für die Sicherheit der Einsatzkräfte und das ungewollte Abreißen von Schläuchen extrem wichtig.

18.          Saugschlauch "A"

Im Gegensatz zu Druckschläuchen sind Saugschläuche formstabil, um nicht durch den beim Ansaugvorgang auftretenden Unterdruck zusammengezogen zu werden. Saugschläuche werden in der FF Lans bei den drei Tragkraftspritzen und bei der Schmutzwasserpumpe verwendet.

19.          Saugkopf "A"

Um die sogenannte Wassersäule im Saugschlauch nach dem Ansaugen aufrecht zu erhalten, benötigt man einen Saugkopf, der das Absinken dieser verhindert. Außerdem hat der Saugkopf die Aufgabe, große Verunreinigungen aus der Pumpe fernzuhalten.